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Die deutschsprachige Point&Figure-Seite

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    Herzlich willkommen auf der Seite www.XundO.info.
    Nein, nein lieber Leser, wir sind nicht dem allgemeinen Kunstnamenphänomen zum Opfer gefallen.

    Der Name dieser Seite beinhaltet die beiden wichtigen Chartsymbole des Point&Figure-Charttechnik.

    Steigende Kurse werden mit einem X gekennzeichnet, fallende mit einem O.

    Jetzt macht die Domain www.XundO.info doch auf einmal Sinn oder?
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Warum Point&Figure?

11.03.09

Eine Chartanalyse ist eine Vielzahl einzelner Techniken, die eine Vorhersage zukünftiger Börsenkurse anhand historischer Kursentwicklungen (z.B. Trends) anstreben. Diese heute auf einigen Märkten vorherrschende Art der praktischen Finanzanalyse stellt sich primär die Aufgabe, geeignete Zeitpunkte zum An- und Verkauf von Finanzwerten zu identifizieren. Zur Unterstützung der Prognosen werden verschiedene Indikatoren herangezogen.

Was ist das besondere an Point&Figure

Die Chartart Point&Figure ist alt……sehr alt. Niemand kann präzise sagen, woher sie kam und wer sie erfunden hat. Selbst der Name Point&Figure wurde nicht von Beginn an benutzt. Im Jahre 1933 beschrieben Victor de Villiers und Owen Taylor die Point&Figure Methode mit dem Hinweis, dass diese schon 60 Jahre alt sei.

So lag es nahe, ihre Erfindung Charles Dow zuzuschreiben, dem Mann, der die Grundlage der Charttechnik mit seiner Dow-Theorie gelegt hat. Allerdings lässt sich meiner Meinung nach kein einzelner „Erfinder“ benennen. Point&Figure ist aus der Notwendigkeit, Preisbewegungen am Aktienmarkt objektiv und schnell zu erfassen, entstanden.

Diese Chartart erfüllte erstmals die Anforderungen des Traders, die Abfolge von Preisen zu visualisieren.

Bevor wir zum Point&-Figure-Chart kommen, möchte ich Ihnen die Entwicklung zeigen:

Der erste Schritt wird sicherlich nur das Notieren der einzelnen Kursstellungen, der so genannten „Ticks“ gewesen sein.

So ergab sich nach einem Handelstag eine Abfolge wie diese:

9,10,11,12,13,15,15,15,16,16,17,17,16,15,14,13,12,11,10,10,11,12;1314,15,15,16,17,18,19…

Allerdings ist die Aussagekraft dieser Reihung mehr als bescheiden. Das menschliche Gehirn braucht eine visuelle Aufbereitung, um mehr zu erkennen als die Tatsache, dass ein Handel stattgefunden hat.

Weder erkennt man aus der Reihe, auf Anhieb, welcher der Kurs an diesem Tag der höchste war, noch kann man auch nur erahnen, wo Unterstützungen und Widerstande liegen. Beginnen wir nun die Kursreihe für das menschliche Gehirn aufzubereiten.

Der erste Schritt ist das Auftragen der Kurse Tick bei Tick in Spalten, wobei niedrigere Kurse weiter unten als höhere stehen. Dieser Ansatz ergibt für die erste Spalte folgendes Bild:

17
17
16
16
15
15
15
13
12
11
10

Als nächstes Problem ergibt sich bei einer Kursreihe das Problem, dass viele Kurse mehrfach durchgehandelt wurden. In unserem Beispiel sind es die 15, die 16 und die 17. Hier gilt die Regel im Point&Figure Chart:“ Wiederholungen bringen keine neuen Erkenntnisse und werden deshalb ausgelassen. “

Tragen wir nun die Kursreihe weiter ein, indem wir folgende Regeln beachten:

1) Wiederholungen werden ausgelassen

2) Fallende Notierungen führen zu einem Spaltenwechsel

3) Gaps (Kurslücken) werden geschlossen
17
16 16
15 15
14 14
13 13
12 12
11 11
10 10

Als letzten Schritt zeichnen wir nun in einer weiteren Spalte die wieder steigenden Notierungen ein.
19
18
17 17
16 16 16
15 15 15
14 14 14
13 13 13
12 12 12
11 11 11
10 10

Jetzt fehlt nicht mehr viel von diesem einfachen System zur Point&Figure Chartanalyse.
Von der Vergangenheit in die Gegenwart: Figure wird zu Point&Figure

Betrachten wir nun einen aktuellen Point&Figure-Chart des DAX, des deutschen Aktienindex.

Sie werden jetzt ein wenig erstaunt reagieren und fragen, wohin die Kurswerte verschwunden sind. Gerade haben wir diese doch noch mühevoll in den „Chart“ eingetragen. Der Grund ist wie vieles im Point&Figure rein praktischer Natur.

Haben wir in unserem ersten Beispiel noch mit zweistelligen Kurswerten gearbeitet, so wäre es bei vierstelligen Kurswerten recht unpraktisch und auch unleserlich, diese einzeln in den Chart einzutragen.

Es gilt in modernen Point&Figure-Charts folgende Konvention:

Spalten mit steigenden Kursen werden mit dem Buchstaben X ausgefüllt, Spalten mit fallenden Kursen mit dem Buchstaben O.

Die vertikale Achse kennzeichnet den jeweiligen Wert, den der Kurs erreicht hat.

Als zweites fällt Ihnen sicherlich auf, dass die Zeitangaben recht spärlich sind. Sie finden 2 Jahreszahlen vor und im Chart neben den X und O´s Buchstaben und Zahlen. Die Erklärung dafür ist recht einfach. Point&Figure ist eine rein kursgestützte Chartart. Das haben Sie auch gerade bei der Konstruktion unseres ersten „Figure-Charts“ gesehen. Zeiten wurden weder aufgeführt noch verwendet. In modernen Point&Figure-Charts finden Sie allerdings oft die Jahreszahlen horizontal aufgetragen und die Monatsangaben im Chart. Dabei gelten folgende Konventionen:

So bedeutet die Zahl 1 den Januar, die Zahl 9 den September, der Buchstabe A kennzeichnet den Oktober, B den November, C den Dezember.

Man ist für die letzten 3 Monate des Jahres auf die Buchstaben ausgewichen, um keine zweistelligen zahlen in den Chart „quetschen“ zu müssen.

Beachten sie auch bitte, dass die Jahreszahlen am unteren Rand des Charts nicht die gleichen Abstände haben müssen. Da es sich bei Point&Figure um eine rein kursgestützte Chartart handelt, erscheinen Jahre mit wenig Schwankungsbreite kürzer als solche mit hoher Schwankungsbreite. Aber sein Sie unbesorgt. Nachdem Sie Ihren ersten Point&Figure-Chart konstruiert haben, werden Sie solche Eigenheiten von Point&Figure als völlig selbstverständlich ansehen und die Vorteile dieser Chartart bemerken.

In der Konstruktion von „modernen“ Point&Figure-Charts gibt es einige einfache Regeln zu beachten. Werden diese korrekt angewendet, erhalten Sie Charts die Ihnen auf einen Blick klare Beschreibungen des aktuellen Marktzustandes als auch klare Handlungssignale geben.

Mit der Point&Figure Chartsoftware können wir ganz leicht Handelssignale ablesen. Hieraus lassen sich perfekt Prognosen und Empfehlungen für unseren Point&Figure Trader erstellen