Vom Allzeithoch zum Allzeithoch

Heute präsentierte ich Ihnen einen Beitrag meiner sehr geschätzten Kollegin Frau Brigitte Balleier. Sie veröffentlicht ihre Analysen und Einschätzungen börsentäglich auf http://gittaa.blogspot.de/.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!

Ihr Jörg Mahnert

 


Vom Allzeithoch zum Allzeithoch

 

Nun sagen Sie mir bloß nicht, lieber Leser, Sie würden diesen Chart nicht kennen!

Es ist der Dax…. sieht nur etwas komisch aus. Das liegt einzig daran, dass die Dividendenzahlungen, die mindestens einmal jährlich auf die Aktien fällig werden, nicht im oben gezeigten Index enthalten sind. Enthalten sind aber genau die gleichen Indexmitglieder in der gleichen Gewichtung, wie bei seinem Bruder, den Sie besser kennen.
Der Dax Kursindex berücksichtigt, wie alle anderen Indizes auch, einzig und alleine die Kursdaten der Indexmitglieder, nicht aber die Dividendenzahlungen.

Warum ist es für Sie als Anleger wichtig, sich den deutschen Index ohne die eingerechneten Dividendenzahlungen anzusehen?

Ganz einfach:  Sie kaufen ja nur die Aktie und nicht alle Dividendenzahlungen darauf, die in der Vergangenheit geleistet wurden. Die Dividenden erhielt längst jemand anders. Sie, lieber Leser, werden diese Beträge nie in Händen halten. Der Verkäufer, von dem Sie die Aktie über den Umweg der Börse bekommen, übermittelt Ihnen nur diese; die vorherigen Dividendenzahlungen behält er in seiner Tasche – oder er war damit in Urlaub gefahren.

Viele Anleger glauben zur Zeit, dass die Börsen viel zu hoch gelaufen seien, und dass sich ein Kauf von Aktien schon nicht mehr lohne.
Zu dieser Fehleinschätzung hat Sie der Dax Performance Index verleitet – das ist der „Dax“, den man Ihnen stets vor Augen führt.

In Verhältnis  zu anderen Indizes, bei denen keine Dividenden eingerechnet werden, liefert er ein verzerrtes Bild.

Dax Performance Index notiert stets beträchtlich höher, als die Kurse der 30 Aktien in einer besonderen Gewichtung ergeben können.

Das macht es auch erklärlich, weshalb der kleine,  unbedeutende “ Dax“ in guten Börsenzeiten die
weltgrößte Technologiebörse, Nasdaq, outperformen kann.

Ohne Dividendenberechnung sieht die Lage gegenwärtig anders aus, obwohl die meisten Unternehmen, die im Dax enthalten sind, sehr  gut verdienen.

Der heutige Tag war für Dax Kursindex bemerkenswert. Endlich hat auch er ein neues Hoch gebildet mit 5 Punkten über dem letzten Hoch aus 2011.  Ich habe es Ihnen eingangs, ganz oben, im Chart dargestellt. Dieses winzig kleine neue Hoch ist jedoch kein Allzeithoch, wie wir es im Performance Index feiern.  Es zählt nicht einmal halb so viele Punkte wie der Performance Index heute – nur 4.006.

Das Allzeithoch im Kursindex liegt in so weiter Ferne, dass Dax noch lange Zeit sich abmühen kann bis er es wieder erreicht.

Zunächst muss er nämlich ein Zwischenhoch erklimmen. Es ist das Hoch aus 2007, das bei 5.305 Punkten bis zum Ende des Jahres wieder erreicht werden würde, wenn Dax weiterhin so schön klettern kann.
Bis zum Allzeithoch aus dem Jahr 2000 fehlen dann noch weitere 1000 Punkte, die bis Ende Januar 2015 erreichbar scheinen.

Insgesamt muss Dax Kursindex bis zu seinem Allzeithoch noch  56% Prozent zulegen, das ist fast genau so viel, wie Dax Performance Index seit dem Finanzkrisencrash im Sommer 2011 bis heute erreichen konnte. Es ist so viel, dass mein Chartbild es nicht als Gesamtbild darstellen kann.
Daher kann man sich in Ruhe überlegen, welche Werte man einsammeln möchte, falls man bislang noch zögerlich war. Der Ausbruch im Kursindex legt jedenfalls nahe, dass Dax  nicht mehr in vergangenen Kurszeiten zurückkehren möchte.

Aussicht für morgen im Dax Performance Index:

 

Dax befindet sich zur Schlussglocke um 22.00 Uhr mit 8.256 Punkten knapp im Aufwärtsmodus. Schon mit Kursen unter 8.240 würde er seine Haltung ändern. Sie erkennen an diesem Verhältnis, dass möglicherweise die Aufwärtsbewegung seit 7.470 beendet werden könnte. Allerdings ist das Bolligerband am oberen Rand so steil, dass Kurse bis 8.346 erreichbar scheinen.

Möglicherweise eröffnet Dax morgen früh sogar mit einen Gap-Up und eventuell dreht morgen auch endlich der untere Bollingerrand nach oben. Das könnte geschehen, wenn die Umsätze weiter zulegen. Heute jedenfalls erreichten sie ein normales Niveau. Sie sollten jedoch kräftig anziehen, denn ohne diese Beigabe könnte das Bollingerband noch weiter expandieren und  verheerende Folgen nach sich ziehen.

Gesundheit und Wohlbefinden