S&P500: Alles nicht so schlimm mit dem Verkaufssignal!

Um es direkt klarzustellen:

Wir reden heute nicht von drohendem Unheil für die Bullen!

Mittelfristig bin ich weiterhin bullish für die Aktienmärkte und damit auch für den S&P500.Schließlich hat das, was ich als schwaches Warnsignal in Form eines Verkaufssignals sehe, oberhalb der Bullish-Support-Line stattgefunden.

 

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Wer meine Analysen schon seit längerem liest, weiß, dass Verkaufssignale oberhalb dieser Unterstützungen als Warnung taugen, aber keinen Anlass geben, eine größere Abwärtsbewegung zu erwarten.

In diesem Fall ergibt sich sogar ein besonders “rundes” Bild. Das Kursziel des bearishen Signals, dass durch Unterschreiten von 1430 Punkten generiert wurde, weist als Kursziel 1380 Zähler auf. Genau hier verläuft auch die Bullish-Support-Linie (im Chart blau markiert).

Aktuell notiert der S&P500 bei rund 1455 Punkte, so dass sich eine recht geringe Fallhöhe von 75 Punkten und damit sagenhaften –5,2% ergibt.

Ein Crash sieht sicherlich anders aus. Trotzdem sollten Anleger das Verkaufssignal als dezente Warnung auffassen und ihre Positionen mit engeren Stopps absichern.

 

Weiteres Indiz, dass hier kein Crash angekündigt wird

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Auch der Bullish-Percent-Index der NYSE, also das täglich berechnete Verhältnis der Aktien in einem Point&Figure-Kaufsignal zu allen in New York gehandelten Werten, zeigt klar an, dass die Crashproheten noch ein wenig auf die Erfüllung der düsteren Prophezeiungen warten müssen.

 

Er befindet sich im Status Bull-Confirmed und zeigt zumindest aktuell keine Tendenz, in den Bärenmodus über zu gehen.

Ein Bull-Correction würde erst nach Unterschreiten von 62% auftreten. Mit über 68% aller Aktien in einem Point&Figure-Kaufsignal sind wir davon recht komfortabel entfernt.

 

Mein Fazit:

Das Verkaufssignal im S&P500 ist “kein Beinbruch”. Das Kursziel ist mit 1380 Zählern recht knapp bemessen. Zusätzlich gibt der BPI der NYSE keinen Anlass zur Besorgnis.

Klar: Ein engeres Absichern der aufgelaufenen Aktiengewinne kann nicht schaden. Aber mehr aus dem Signal zu folgern, oder gar als Positionstrader ins Lager der Bären zu wechseln, erscheint mit doch mehr als übertrieben.

 

Ihr Jörg Mahnert

www.XundO.info (Alles rund um Point&Figure)

www.twitter.com/joergmahnert

Depotmanager bei www.twindepot.de