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Der DAX im FED / VW-Fieber, so weit geht es jetzt runter!

Liebe Leserin, lieber Leser,

tja, ich hatte ja bereits am Freitag Vormittag geschrieben, dass die FED-Entscheidung, die Zinsen nicht anzuheben, eine Belastung für den Aktienmarkt darstellen dürfte.

Absturz auch dem Verfallstag geschuldet

Dass die Indizes dermaßen stark nach unten tendierten, ist allerdings zu einem großen Teil dem großen Verfallstag geschuldet. Am vergangenen Freitag, dem Dritten im Monat September, wurden einmal wieder Index-Futures und Optionen auf Indizes und Einzelwerte abgerechnet.

Nicht umsonst werden solche Tage auch als großer Hexensabbat bezeichnet. Denn bisweilen erscheinen die Kursbewegungen wie verhext.

Dennoch: Die Beibehaltung der 0-Zinspolitik kam nicht gut an. Warum das so sein mag, habe ich bereits in den vergangenen Tagen an dieser Stelle häufiger aufgeführt.


Einschub aus Aktualitätsgründen: VW zerrt am DAX

Heute sehen wir einen massiven Sonderfaktor im deutschen Leitindex. Die VW-Aktie ist massiv bis zu –20% unter Druck. Der Grund liegt in manipulierten Abgas-Gutachten in den USA. Bei einer DAX-Gewichtung von 3,74% macht allein diese Bewegung einen DAX-Verlust von rund 0,7% aus!


0er-Zinsen sind nicht immer gut für Aktien 

So schrieb ich am vergangenen Donnerstag vor der FED-Bekanntgabe:

“Eine Zinserhöhung würde zementieren, dass die FED die Konjunktur als robust erachtet und auch keine Deflationsgefahren sieht.

Und das würde eine Menge Unsicherheit von den Schultern der Investoren nehmen.

Merke: Auch eine Zinserhöhung kann durchaus mehr als positiv für den Aktienmarkt sein!”

Nun gut, das Leben ist nun einmal kein Wunschkonzert mit angeschlossenem Pony-Hof. Werfen wir nun einen Blick auf den DAX und schauen mal, wo die nächsten entscheidenden Unterstützungen liegen. Vielleicht wird es ja gar nicht so schlimm……

Erst mal der Überblick:

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(Chart vergrößert sich beim Anklicken)

Die Bullish-Support-Line aus 2012 ist im Spiel

Hier sieht man, dass der DAX bereits Ende August beim ersten Absturz die Bullish-Support-Line getestet hat, die Ihren Ursprung bereits Ende Juni 2012 gefunden hatte. 

Nächste Unterstützung bereits in Sichtweite

Aktuell verläuft diese Unterstützung im Bereich zwischen 9600 und 9500 Zählern. Bei aktuellen Notierungen von 9830 Zählern sprechen wir hier von einem Abstand von rund 3,4%. Das ist als nicht sonderlich dramatisch zu bezeichnen.

Aber: Kursziel von 7000 Punkten nun bestätigt

Trotzdem darf nicht verschwiegen werden, dass die jüngste Bewegung das vertikale Kursziel des Point&Figure-Verkaufssignals von 7000 Punkten bestätigt hat.

Allerdings sollte man das erst massiv in Betracht ziehen, falls die Bullish-Support-Line bei 9600 bis 9500 nicht halten sollte.

Nun aber noch schnell der Blick auf den Marktzustand in den USA. Beginnen wir mit dem Bullish-Percent-Index der NYSE:

© www.stockcharts.com (Chart vergrößert sich beim Anklicken)

Hier ist noch keine großartige Veränderung im Vergleich zum Donnerstag Morgen erkennbar. Allerdings muss auch angemerkt werden, dass der Bullish-Percent-Index der NYSE wegen der gigantischen Anzahl an Aktien in der Berechnung recht träge reagiert.

Also nun der Blick auf den Bullish-Percent-Index des S&P500

© www.stockcharts.com (Chart vergrößert sich beim Anklicken)

Auch hier ist wenig passiert, obwohl beim S&P500 – wie zu erwarten – nur 500 Werte in die Berechnung mit eingehen.

Was machen wir denn jetzt aus dem “ganzen Kram”?

Auf den DAX bezogen sollte abgewartet werden, ob der Bereich von 9600 bis 9500 hält.

Sollte es nicht so tief gehen, stellt eine Rückeroberung der 10.000 auf Schlusskursbasis ein bullishes Signal dar.

Langer Rede, kurzer Sinn:

Abstauberlimits für Long-Positionen in der Zone zwischen 9500 und 9600 mit engem Stop bei 9400 und gleichzeitigem Wechsel auf Short erscheinen mir durchaus chancenreich.

Eine erneutes Anlaufen der 10.000 und die Stabilisierung auf Schlusskursbasis oberhalb dieser Marke werden mich bewegen, die eine oder andere Position dazu zu nehmen.

Alles dazwischen: Hier ist Abwarten angesagt.

Ihr Jörg Mahnert