Point&Figure-Charttechnik MDAX: Über 10.000 zu 10.300 Punkten

image

 

 

Ich denke, es geht Ihnen ähnlich: Ich bin häufig verwundert, wie viel Platz der DAX in der Börsenberichterstattung und den Analysen vieler Kollegen einnimmt. Natürlich ist der DAX der deutsche Aktien-Leitindex. Aber die starke Fokussierung auf einen Index schränkt meiner Meinung nach den Blick der Anleger und Trader auf andere Gewinnchancen zu sehr ein.

Jörg Mahnert über den MDaxLupen-Symbol

Jörg Mahnert – MDAX: Es locken die 10.000 Punkte

Erfolgreiche Chartanalyse von A bis Z
Hier bei Chartanalyse-Trends hat sich uns bis jetzt auch noch nicht erschlossen, welchen Vorteil es bringen soll, eine Charttechnik nur auf einen Index anzuwenden. Schließlich ist die Charttechnik letztlich eine Aufzeichnung der Psychologie der Anleger, mit deren Hilfe sich eine wahrscheinliche zukünftige Entwicklung besser bestimmen lässt. Und wenn Charttechnik funktioniert, lässt sie sich auf alles anwenden, was Menschen handeln. Eine funktionierende Charttechnik muss alles von A wie Aktien bis Z wie Zink erfolgreich und gewinnbringend analysieren können.
Point&Figure MDAX: Kaufsignal mit dem Ziel von 10.300 Punkten
Heute möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf den MDAX lenken. (Im MDAX sind die 50 deutschen Aktien vertreten, deren Marktkapitalisierung in der Rangfolge unter den 30 Aktien des DAX liegt.)

Point&Figure-Charttechnik: MDAX im Kaufsignal mit Ziel 10.300 Punkte
Auch im MDAX sieht die Lage für die Aktien-Bullen weiter gut aus. Bereits seit dem 13. September 2010 befindet sich der MDAX nach dem Überschreiten von 8.700 Punkten in einem Point&Figure-Kaufsignal. Mit aktuell ca. 9.300 Punkten hat er bereits die Hälfte des Weges zum nächsten entscheidenden Widerstand bei 10.000 Punkten zurückgelegt. Das Kursziel dieses Kaufsignals liegt sogar bei 10.300 Punkten. Allerdings erweisen sich runde Kursmarken wie die bereits angesprochenen 10.000 Punkte in der Regel als heftiger Widerstand, die den Höhenflug zumindest kurzfristig stoppen.
Hälfte des Weges zum Kursziel geschafft: So sollten Sie nun vorgehen
Wenn ein Index bereits ca. die halbe Strecke zum Kursziel geschafft hat, verlangt diese Situation bei einem neuen Einstieg ein wenig mehr Arbeit, als wenn das Point&Figure-Kaufsignal gerade erst entstanden ist. Ein direkter Einstieg in den Index und das vielleicht sogar mit einem Hebel-Derivat ist in einer solchen Phase recht risikoreich. Schließlich hat sich durch den bereits erfolgten Anstieg des Index das Gewinnpotenzial verringert und das Risiko vergrößert. Denn der Index hat sich vom charttechnischen Stopp entfernt.
Die Lösung: Einzelwerte filtern
Die Lösung für dieses scheinbare Problem ist einfach. Konzentrieren Sie sich in den Phasen, in denen ein Index wie der MDAX bereits stark angestiegen ist, verstärkt auf die in diesem Index enthaltenen Einzelwerte. Hier sind vor allem die Aktien für Sie interessant, die im Point&Figure-Chart gerade ein Kaufsignal generiert haben. Deren hohe Relative Stärke zeigt zudem klar an, dass diese Aktie besser laufen sollte, als der Index selbst.
Die richtige Einzelwerteauswahl macht´s: 2,8mal besser als der Index
Dass die richtige Auswahl der Einzelwerte den Erfolg ausmacht, erlebten die Leser des P&F-Traders erneut in der vergangen Woche. So realisierten sie einen schönen Gewinn von +45% in einer Aktie. Der Index, in dem diese Aktie notiert, hatte in der gleichen Zeit +16% zugelegt. Mit der richtigen Aktienauswahl konnten wir den Index also um den Faktor 2,8 schlagen. Ich denke, dass ein solches Verhältnis klar zeigt, wie wichtig es ist, die richtige Aktienauswahl zu treffen.