Point&Figure-Charttechnik Weizen: Erst über 760 Cent sind die Bullen zurück

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Bereits am letzten Mittwoch wollte ich Ihnen die aktuelle charttechnische Lage im Weizen aus Sicht der Point&Figure-Charttechnik vorstellen, doch die aktuell sehr chancenreiche Lage im DAX hatte in meinen Augen Vorrang.

 

Weizen: Wiederholt sich die Sommer-Hausse?

Den Beitrag vom letzten Mittwoch können Sie hier nachlesen.
Aber nun zum Weizen, der dieses Jahr schon einige Kapriolen geschlagen hat.

Point&Figure Weizen: Noch kein neues Kaufsignal

Point&Figure-Charttechnik: Weizen noch im Verkaufssignal
Während der Weizenpreis im Juli und Anfang August dieses Jahres noch eine fulminante Rallye abliefern konnte, kam es seitdem zu einer Phase der Stagnation mit leicht fallender Tendenz. (Der fundamentale Hintergrund des starken Anstiegs ist uns Anlegern noch gut in Erinnerung. Es kam seinerzeit zu einer starken Dürre in Russland, die die Weizenfelder zum Teil zerstörte und damit die nachfolgende Weizenernte bedrohte.)

Ende September generierte der Point&Figure-Chart des Weizenpreises dann sogar ein Verkaufssignal, als die Notierung unter 710 US-Cent pro 5.000 Scheffel (27,2155 kg) fiel. Im Zuge der nachfolgenden Abwärtsbewegung erreichte der Weizenpreis einen Wert von unter 650 US-Cent, um sich danach auf einen aktuellen Preis von etwa 720 US-Cent pro 5.000 Scheffel zu erholen.

Neues Kaufsignal über 760 US-Cent
Diese Kursbewegung führte den Weizenpreis nur bis knapp unter die aktuelle Baisse-Resistance. (Das ist der Widerstand, der aus dem aktuellen Verkaufssignal resultiert.) Damit handelt es sich nicht um ein Kaufsignal.
Erst ein Überschreiten von 760 US-Cent pro 5.000 Scheffel würde den Weg für deutliche Kurssteigerungen beim Weizen nachhaltig frei machen.
Weizen auf der Watchlist
Damit präsentiert sich Weizen als ein Kandidat für die Watchlist (Beobachtungsliste). Ein Überschreiten von 760 US-Cent würde ein Point&Figure-Kaufsignal generieren und erst dann Weizen zu einem Kaufkandidaten machen.
Im P&F-Trader werden wir dann im Weizen zuschlagen, wenn das Point&Figure-Kaufsignal generiert wurde. Vorher ist die Gefahr zu groß, dass die Bären den Kurs plötzlich wieder nach unten drücken.

P.S.:
Vor einigen Tagen wurde ich von Herrn Dr. Bernd Heim, dem Chefredakteur von Rohstoff-Giganten, interviewt. Ich möchte Ihnen unser Gespräch, in dem es um die Chancen bei Gold und Palladium ging, keinesfalls vorenthalten.

Rohstoff-Giganten: Herr Mahnert, auch Sie haben vor unserem Gespräch unsere Gedanken zur möglichen weiteren Entwicklung des Goldpreises gelesen. Deshalb an Sie die Frage, wie realistisch erscheinen Ihnen diese? Können Sie die positive Stimmung der Anleger für Gold auch aus der Sicht der Point&Figure-Charttechnik bestätigen?

Jörg Mahnert: Tja, sagen wir es mal so: Sicherlich kann ich die fundamentalen Gründe wie eine möglicherweise drohende Inflation sehr gut nachvollziehen. Von solchen Szenarien hat der Goldpreis immer profitiert.
Und um es ganz klar zu sagen: Ich halte eine Inflation oder gar eine Stagflation aufgrund der gigantischen Geldmengen, die in die Märkte gepumpt wurden und werden, für weitaus wahrscheinlicher als ein Deflations-Szenario.

 
Aber für mich ist das Entscheidende: Gold befindet sich in einem klaren Point&Figure-Kaufsignal. In der Point&Figure-Charttechnik können wir das Kursziel eines solchen Signals klar mit einer einfachen Berechnung bestimmen. Beim Gold liegen 3 Kursziele vor, die kurzfristig, mittelfristig und langfristig gelten.

Das kurzfristige Kursziel von 1.370 USD pro Feinunze ist faktisch schon erreicht. Danach stehen 1.440 USD und 1.620 USD pro Feinunze auf der Agenda.

Rohstoff-Giganten: Das sind relativ bescheidene Ziele verglichen mit den 8.000 USD pro Feinunze, die möglich wären, wenn sich Szenarien wiederholen, wie wir sie in den 70er-, 80er- und 90er-Jahren bei extremen Preisanstiegen in einzelnen Anlageklassen gesehen haben.

Jörg Mahnert: Da sehe ich keinerlei Widerspruch, schließlich halte ich persönlich die 8.000 USD auf Sicht von mehreren Jahren für durchaus denkbar. Allerdings spreche ich selbst beim langfristigen Ziel von einem Zeitraum von 6 bis 9 Monaten. Hier sollten wir auf keinen Fall die Zeitebenen verwechseln.

Rohstoff-Giganten: Wenn die Sprache auf die Edelmetalle kommt, reden fast immer alle nur vom Gold. Halten Sie diese einseitige Fixierung der Anleger auf Gold für berechtigt?

Jörg Mahnert: Als Anleger darf man sich nicht in einzelne Anlagen verlieben, deshalb sehe ich es mit Skepsis, wenn immer nur alle vom Gold reden. Die zuvor genannten Kurszielziele im Gold sind attraktive Ziele, aber es gibt durchaus Rohstoffe, deren Point&Figure-Charts ebenfalls sehr große Chancen bieten.

Rohstoff-Giganten: Wenn Sie das schon anreißen, können Sie uns sicherlich einen besonders interessanten Rohstoff nennen?

Jörg Mahnert: Nehmen wir doch einfach einmal Palladium. Hier beläuft sich das nächste Kursziel auf 750 US Dollar pro Feinunze. Vom aktuellen Kurs aus berechnet sind das satte +25%.

Rohstoff-Giganten: Welchen Zeithorizont haben Sie für dieses Kursziel?

Jörg Mahnert: Meine Prognose gilt für die nächsten 3 Monate. Ein Anleger sollte sich also nicht nur aufs Gold versteifen. Der richtige Mix an Rohstoffen und Edelmetallen macht den Erfolg aus. Im P&F-Trader bestücken wir deshalb das P&F-Rohstoffdepot immer mit den Rohstoffen, die aktuell die besten Chancen bieten.

Rohstoff-Giganten: Schließe ich richtig aus Ihren Äußerungen, dass Sie die Rohstoffe und Edelmetalle sehr positiv sehen und weitere Kurssteigerungen erwarten?

Jörg Mahnert: Auf jeden Fall. Rohstoffe und Edelmetalle gehören auch aus Point&Figure-Sicht aktuell in jedes Depot.

Rohstoff-Giganten: Herr Mahnert, wir danken Ihnen für das informative Gespräch und hoffen, Sie zukünftig als Interviewpartner wieder einmal begrüßen zu dürfen.