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Die wichtigen DAX-Marken für Anfang 2010

21.12.09 (Aktuelle Kommentare)

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Jörg Mahnert

Jörg Mahnert

Liebe Leser,

das Börsenjahr 2009 liegt fast hinter uns. Wie jedes Jahr trocknen nun die Umsätze an den Börsen dieser Welt langsam aber stetig immer weiter aus. Somit werden die Kurse immer mehr vom Zufall als von einer breiten Anlegermeinung bestimmt. Auch wenn solche Phasen sicherlich die eine oder andere günstige Kauf- und Verkaufsgelegenheit bieten mögen: Relevant sind diese Kursbewegungen für das kommende Jahr in der Regel nicht.

Es ist also höchste Zeit, die beginnende, ruhigere Phase an den Aktienmärkten für einen Ausblick auf das kommende Jahr zu nutzen. Dabei geht es nicht um die üblichen ‘Bauchgefühlanalysen’, mit denen wir aktuell in den breiten Börsenmedien wieder einmal ‘überschwemmt’ werden. Für mich sind diese ‘Ausblicke’ in der Regel mehr ein Ärgernis als eine wirkliche Hilfe für uns Anleger.

Seien wir ehrlich: Es nützt uns doch nichts, wenn sich ein ‘Analyst’ ins Fernsehen stellt und verkündet: ‘2010 wird ein gutes Börsenjahr.’ Das ganze begründet er dann damit, dass das ‘Weihnachtsgeschäft’ gut laufe und er somit erkennen könne, dass der Optimismus bei den Menschen zurückgekehrt sei.  Das ist deutlich zu kurz gesprungen und berücksichtigt in keiner Weise all die Irrungen und Wirrungen, die so ein Aktienmarkt im Laufe eines ganzen Jahres hinter sich bringen wird.

Woran erkennen Sie eine gute charttechnische Analyse?

Das ist relativ simpel. Chartanalyse beruht in der Regel auf ‘Wenn / Dann-Entscheidungen’. Sie arbeitet klar heraus, wo die wichtigen Marken in einem Index liegen und sagt Ihnen klipp und klar, was dann mit einer hohen Wahrscheinlichkeit geschehen wird. Ein solider Analyst wird Ihnen niemals sagen, dass etwas auf jeden Fall geschehen wird. Er wird immer betonen, dass es sich bei dem erwarteten Geschehen um ein höchst wahrscheinliches Szenario handelt. Und er wird Ihnen auf jeden Fall sagen, wann Sie die Notbremse ziehen müssen, wenn sich die Märkte wider Erwarten anders entwickeln.

Ein Blick auf den Point&Figure-Chart des DAX zeigt uns die wichtigen Marken für den Beginn des Jahres 2010

Werfen wir also nun gemeinsam einen Blick auf den Point&Figure-Chart des DAX in der längerfristigen Kästcheneinstellung und untersuchen ihn so hinsichtlich wichtiger Kursmarken.

Point&Figure-Chart: DAX mit den wichtigen Marken für die ersten Wochen des Jahres 2010

Point&Figure-Chart: DAX mit den wichtigen Marken für die ersten Wochen des Jahres 2010

Zuerst die gute Nachricht für die Bullen: Der DAX befindet sich in dieser Charteinstellung (der Chartcraft-Einstellung, die für den mittelfristig agierenden Trader und Investor geeignet ist) in einem intakten Kaufsignal. Das Kursziel dieses Point&Figure-Kaufsignals liegt rechnerisch bei fast schwindelerregenden 8.350 Punkten. Aber lassen wir die Kirche ruhig erst einmal im Dorf. Erst muss der ‘runde’ Widerstand bei 6.000 Punkten klar überwunden werden, bevor der Weg für weitere bedeutende Kurssteigerungen wirklich frei ist.

Aber es bleibt festzuhalten, dass der DAX in einem intakten Kaufsignal ist.

Unter 5.300 ist das Kaufsignal hinfällig

Allerdings gibt es hier nun eine wichtige Marke, auf die die Bullen unbedingt achten sollten: Sollte der DAX im Zuge einer jederzeit möglichen Korrektur unter 5.300 Punkte fallen, ist das Point&Figure-Kaufsignal hinfällig und wird durch ein Verkaufssignal abgelöst. Das Ziel dieses Verkaufssignals läge dann bei 4.700 Punkten. Natürlich werden solche Kursziele nicht von einem Tag auf den anderen erreicht. Aber wir sollten dieses Szenario unbedingt im Gedächtnis behalten.

Das Fazit für die ersten Wochen des Jahres 2010 lautet also:

Solange der DAX nicht unter 5.300 Punkte fällt, können längerfristige Positionen in diesem Index durchaus gehalten werden. Ein Unterschreiten von 5.300 Punkten ist die letzte Warunung für die Bullen, die dann zügig ihre Positionen schließen sollten.

Viel Erfolg an den Börsen,

Ihr
Jörg Mahnert

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