Gold bei 1000 Dollar, jetzt kommts drauf an !
11.09.09 (Aktuelle Kommentare)
Liebe Leser,
und wieder einmal ist es geschafft: Gestern notierte Gold erstmals seit dem 20. Februar 2009 wieder über der Marke von 1.000 US-Dollar. Interessanterweise werden nun die meisten Analysten zum Thema Gold bullish, erwarten also einen weiter steigenden Goldpreis. Wir freuen uns, Sie an dieser Stelle doch um einiges früher auf die positiven Aussichten im Gold aufmerksam gemacht zu haben. Am 20. August schrieb ich in meinem Beitrag ‘Gold: Jetzt wird es spannend
Mein Tipp: Setzen Sie Gold unbedingt auf Ihre Watch-List (Liste zu beobachtender Werte). Wenn die Marke von 960 USD überwunden wird, können Sie hier (erneut) investieren. Ich wette mit Ihnen, dass kurz nach diesem Zeitpunkt die ersten Nachrichten einer beginnenden Wirtschaftserholung mit Inflationsgefahren auch die breiten Medien erreichen werden. Aber dann werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits von einem weiter steigenden Goldpreis profitieren.
So haben wir jetzt schon entspannt einiges an Gewinn in den Büchern stehen, während sich der Goldpreis nun im ‘magischen’ Bereich von 1.000 US-Dollar befindet. Warum ist der Bereich um die 1.000 Dollar im Gold so ‘magisch’?
Auf diesem Niveau kommen 2 Faktoren zusammen, die typisch für den Börsenhandel sind. Auf der einen Seite legen viele Investoren ihre Verkauflimits an runde Marken. 1.000 US-Dollar ist solch eine runde Marke. Hier trifft also die Nachfrage der Investoren, die auf einen weiter steigenden Goldpreis setzen, auf eine große Anzahl von Verkaufsorders. Es bildet sich im ersten Schritt also ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage im Preisbereich von 1.000 US-Dollar. Ist dann auf diesem Niveau mehr Nachfrage als Angebot vorhanden, sind die bullishen Anleger gezwungen, zu höheren Preisen zu kaufen. Dann wäre das Stocken an der 1.000 US-Dollar-Marke beendet und der Goldpreis würde weiter steigen.
Jetzt kommen die Leerverkäufer ins Spiel
Die kleinen, aber feinen Unterschiede bei den Leerverkäufern habe ich Ihnen in meinem Beitrag ‘Jetzt geht’s den (nackten) Leerverkäufern an den Kragen!‘ vorgestellt. Ein Leerverkäufer ist nichts anderes als ein Spekulant, der auf fallende Kurse setzt, indem er einen Wert verkauft, den er nicht vorher im Depot gehabt hat. Natürlich gibt es auch im Gold Leerverkäufer, die Gold verkaufen, ohne es vorher gekauft zu haben. So spekulieren Sie darauf, dass sie das Gold zu einem niedrigeren Preis zurückkaufen können, als sie es verkauft haben. Solche Leerverkäufer platzieren ihre Verkaufsorders bevorzugt an runden Marken, weil sie darauf spekulieren, dass hier der Anstieg des Goldpreises erst einmal beendet ist. Gleichzeitig ist der ‘Bereich um 1.000 US-Dollar seit dem 20. Februar dieses Jahres ein deutliches Zwischenhoch. Auch das ist ein beliebter Punkt, um als Leerverkäufer dort Verkaufsorders zu platzieren.
Leerverkäufer können den Kurs nach oben treiben
Sollte allerdings die Spekulation der Leerverkäufer im Gold nicht aufgehen und der Kurs weiter steigen, werden sie die ‘Notbremse’ ziehen müssen und das zuvor verkaufte Gold wieder ‘eindecken’, also zurückkaufen müssen. Die Leerverkäufer treten in diesem Moment als zusätzliche Käufer auf. Durch ihre Nachfrage steigt der Preis des Goldes.
Beobachten Sie das Verhalten des Goldes im Bereich der 1.000 US-Dollar genau
Sollte der Goldpreis es in den nächsten Tagen nicht schaffen, den Bereich von 1.000 US-Dollar nachhaltig zu überwinden, können Sie damit rechnen, dass die Leerverkäufer im Gold die Oberhand gewonnen haben und der Kurs wieder fallen wird. Wird der Bereich um die 1.000 US-Dollar überwunden, sind schnelle und große Kurssteigerungen zu erwarten, da die Leerverkäufer ihr verkauftes Gold zurückkaufen müssen.
Viel Erfolg an den Börsen,
Ihr Jörg Mahnert






