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So nutzen Sie die wichtigsten Orderarten (Teil 1)

01.06.09 (Aktuelle Kommentare)

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Jörg Mahnert

Jörg Mahnert

Liebe Leser,

wir sind ja nun doch schon seit einigen Jahren (Jahrzehnten) an den Börsen aktiv. (Meine Güte, wie die Zeit vergeht…) Sicherlich gibt es Entwicklungen an den Börsen, besonders in den letzten Jahren, die wir einfach nicht gutheißen können. Aber reden wir heute doch einmal über eine erfreuliche Entwicklung, die uns das Leben als Trader und Investor doch um einiges leichter gemacht hat.

Immer mehr Orderarten stehen dem Privatanleger zur Verfügung

Während wir früher bei vielen Brokern und Banken – besonders im deutschsprachigen Raum – mit sehr wenigen Orderarten auskommen mussten und froh waren, wenn wir eine Limit-Order erstellen konnten, hat die Vielfalt der Orderarten, die uns heute zur Verfügung stehen, drastisch zugenommen.

Wir denken, es ist an der Zeit, in loser Form die wichtigsten Orderarten vorzustellen – vielleicht ist selbst für die alten ‘Börsenhasen’ unter uns Interessantes oder der eine oder andere Trading-Tipp dabei.

Heute beschäftigen wir uns mit den 2 einfachsten Orderarten, die unserer Meinung nach unabdingbar sind, um wirkungsvoll und doch entspannt an den Börsen handeln zu können.

Bestens ist nicht immer Bestens: Die Market-Order

Bei vielen Brokern finden Sie den Begriff ‘Bestens’ in der Liste der verfügbaren Orderarten.
Vorsicht: Dieses ‘Bestens’ bedeutet nur, dass Sie nach Erteilung der Order zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt werden. Das muss wirklich nicht unbedingt bestens für Sie sein. Eine Order mit dem Zusatz ‘Bestens’ nennt man auch Market-Order, da Sie zum nächsten Kurs ausgeführt wird, der am Markt (engl.: Market) zustande kommt.

Es hat sich in den letzten Jahren zusätzlich der Begriff ‘Billigst’ gebildet, der diese Orderart unserer Meinung nach auf jeden Fall besser beschreibt als ‘Bestens’. Gerade bei wenig gehandelten Wertpapieren sollten Sie die Market-Order (Bestens oder Billigst) vermeiden, da die Ausführung für Sie sehr ungünstig sein kann.

Die klassische Limit-Order: Wir geben vor, zu welchem Kurs wir verkaufen oder kaufen wollen

Ein Limit (engl.: Grenze) bzw. eine Limit-Order ist ein spezieller Orderzusatz bei einem Börsenauftrag zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

Möchten wir etwas kaufen (engl.: buy) und versehen die Order mit einem Limit, so nennt man diese auch Buy-Limit-Order. Mit dieser Order stellen wir sicher, dass wir auf keinen Fall teurer als das Limit kaufen wollen.

Möchten wir etwas verkaufen (eng.l: sell) und versehen die Verkaufsorder mit einem Limit, so nennt man diese Order auch eine Sell-Limit-Order. Unser Verkauf wird nur dann ausgeführt, wenn der Verkaufskurs auf oder über unserem Limit liegt.

Achtung: Es ist natürlich möglich, dass unsere Limits sowohl im Kauf- als auch im Verkaufsfall nicht erreicht werden. Dann wird unsere Limit-Order nicht ausgeführt. Das Stellen eines Limits ist keine Garantie dafür, dass unsere Order zum gewünschten Preis auch ausgeführt wird.

Im Beitrag am kommenden Dienstag stelle ich Ihnen die verschiedenen Arten der Stopp-Order vor.

Viel Erfolg an den Börsen,

Ihr
Jörg Mahnert