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Gold bald über 1000 Dollar ?

18.05.09 (Aktuelle Kommentare)

Jörg Mahnert

Jörg Mahnert

Dieser Beitrag wird Ihnen präsentiert von www.chartanalye-trends.de, dem täglichen kostenlosen Börsenblog

Liebe Leser,

wir haben in den letzten Wochen unsere skeptische Haltung gegenüber dem Gold mehrfach zum Ausdruck gebracht. Erfreulicherweise hat sich in den letzten Tagen die Charttechnik für Gold massiv verbessert.

Werfen wir zusammen einen Blick auf den aktuellen Point&Figure-Chart des Goldpreises.

Gold befindet sich in einem Kaufsignal mit dem Ziel von über 1.000 USD

Gold im Kaufsignal mit Kursziel von 1.020 USD

Gold im Kaufsignal mit Kursziel von 1.020 USD

Mit dem Überschreiten von 920 USD hat Gold ein Kaufsignal generiert, das den Preis des Edelmetalls in absehbarer Zeit über 1.000 USD treiben sollte.

Baisseresistance überwunden

Neben diesem klassischen Ausbruchsignal hat Gold es in den letzten Wochen geschafft, die Baisseresistance (im Chart als rote fallende Linie eingezeichnet) zu überwinden. Bei einer Baisseresistance handelt es sich in der Point&Figure-Charttechnik um eine Abwärtstrendlinie, die oberhalb eines Verkaufssignals eingezeichnet wird und im 45-Grad-Winkel nach unten verläuft.

Der Goldpreis hat diese Abwärtstrendlinie überwunden, was ebenfalls ein starkes bullisches Zeichen ist.

Problemfall US-Dollar

Trotzdem müssen wir auf etwas aufmerksam machen, was immer wieder von Anlegern im Euro-Raum vergessen wird: Gold wird in US-Dollar gehandelt und dieser hat sich in den letzten Tagen als besonders schwach erwiesen. Somit müssen wir als Anleger immer ins Kalkül ziehen, dass der schwache Dollar unsere Gewinne im Gold zumindest teilweise ‘auffrisst’.

Fazit: Es gibt keinen Grund, das Kaufsignal im Gold euphorisch zu betrachten. Dafür ist das Kurspotenzial von ca. +10% einfach zu gering. Gleichzeitig besteht durch den sehr schwachen US-Dollar immer auch ein massives Währungsrisiko.

Aber eine interessante Folgerung ergibt sich aus der nun positiveren charttechnischen Lage im Gold: Der Goldmarkt scheint mit einem baldigen Ende der Deflation zu rechnen.

Noch haben wir im Euro und im Dollarraum eher eine Deflation (also ein tendenzielles Absinken der Verbraucherpreise). Doch zumindest einige der großen Goldanleger scheinen mit einem baldigen Ende dieser Situation zu rechnen. Denn sonst würde Gold kein Kaufsignal im Chart zeigen. Die großen Adressen am Goldmarkt scheinen damit zu rechnen, dass die Deflation bald überwunden sein wird und Gold als Sachwert in der dann beginnenden Inflation weiter im Kurs steigen wird. Das wäre dann eine viel schnellere Entwicklung von der Deflation zur Inflation, als es im Moment noch den Anschein hat.

Viel Erfolg an den Börsen,

Ihr
Jörg Mahnert

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